Überlebensmittel: Die Tafel in Neustadt gibt es seit zehn Jahren

Seit zehn Jahren gibt es in Neustadt die Tafel – für knapp 1000 Menschen in der Region ist sie eine wichtige Anlaufstelle.

Titisee-Neustadt, BZ 28.02.18

Sie arbeiten unauffällig, für den Großteil der Bevölkerung unsichtbar. Dennoch sind die Helfer der Hochschwarzwälder Tafel für viele Menschen überlebenswichtig. Etwa 945 Bedürftige nehmen das Angebot der Tafel im Hochschwarzwald in Anspruch. Deutschlandweit sind es 1,5 Millionen. Unter den Kunden befinden sich Arbeitslose, Rentner und Menschen mit Migrationshintergrund – darunter seit 2015 viele Flüchtlinge. Über einen Aufnahmestopp für Ausländer wie bei der Tafel in Essen wurde in Neustadt noch nie nachgedacht.

Die Zahl der Rentner, die zur Tafel kommen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf deutschlandweit 350 000 verdoppelt – ein alarmierendes Zeichen der Altersarmut, das sich im Hochschwarzwald jedoch nicht widerspiegelt. “Die Zahl der Rentner ist bei uns relativ konstant”, sagt Christoph Schlosser, Leiter der Hochschwarzwälder Tafel in der ehemaligen Schwenk-Passage. 70 Kundenkarten sind es derzeit, die von der Tafel Hochschwarzwald an Rentner ausgegeben sind. “Oft dauert es eine Weile, bis Entwicklungen aus Freiburg zu uns hochkommen”, meint Schlosser. Mehr lesen