Vom Wellengang in ruhiges Fahrwasser

BZ 11.06.2018 Die Neustädter feiern nach turbulenten Jahren die Einweihung ihres Eisweihers.

TITISEE-NEUSTADT. “Halleluja – es ist vollbracht.” Als Bruder Ambrosius moderierte Wolfgang Winterhalder von den Bure zum Alange die offizielle Einweihung des Eisweihers am Samstag. Viele Bürger waren an den neuen Neustädter Strand gekommen, um zu sehen, zu erleben und zu genießen, was hier in fünf Jahren Planung, Sanierung und Bauzeit entstanden ist. So angespannt die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Anwohnern oft war, so gelöst war die Stimmung beim Bürgerfest mit seinem bunten Programm.

Im Klösterle, so Ambrosius, sei ein von Kapuzinern geschaffenes Wandgemälde zu sehen. “Es zeigt die Apokalypse, nicht den Eisweiher. Aber man hätte meinen können, der Eisweiher ist die Apokalypse.” Ob das Projekt jemals fertig werde, habe er sich oft gefragt. “Wenn ein Meßmer hilft, hätte es doch eigentlich klappen müssen, aber das war nicht der Fall”, sagte der Bruder bezogen auf den ehemaligen Stadtbaumeister.

Die Geschichte des Projekts Eisweiher, sie ist mit dem Wetter zu vergleichen, das am Samstag herrschte. Dunkle Wolken, Regenschauer, dann blauer Himmel und Sonnenschein. “Es gab arge Turbulenzen”, sagt auch Bürgermeister Armin Hinterseh. Manches habe besser, anderes schlechter geklappt. “Wichtig aber ist, dass wir das Projekt zu einem guten Abschluss gebracht und das Juwel Eisweiher aufpoliert haben”, so der Rathauschef. Dazu gehören die vielen Ideen der Anwohner, wie etwa Podeste, Sandstrand, Wasserfall und das Entfernen der Fontäne. Auch der Kostenrahmen wurde mit knapp 550 000 Euro eingehalten. Allein fast 200 000 Euro hat die Entschlammung des Weihers gekostet. “Als ich nach Neustadt kam, stand sie für 50 000 Euro im Haushalt und erschien als zu teuer”, blickt Hinterseh zurück. Weiterlesen

Fotos: Tanja Bury